Ackerbrache bei ThüngersheimAckerwildkräuter sind natürliche Begleiter unserer Kulturpflanzen und damit Bestandteil der heimischen Flora. Wie kaum eine andere Pflanzengemeinschaft sind die Ackerwildkrautfluren vom Einfluss des Menschen abhängig. Entscheidend für die Ausbildung einer bestimmten Ackerbegleitflora sind Art und Zeitpunkt der Bodenbearbeitung. Wichtig ist auch der Ackerboden der eine sehr unterschiedliche Ausprägung haben kann. Im Landkreis Würzburg gibt es vor allem Böden aus Muschelkalk, Keupergestein, Bundsandstein, Flugsand und Löß. Vor allem der pH-Wert des Bodens hat für das Vorkommen von bestimmten Ackerwildkräutern z.B. Kalkzeiger oder Sauerbodenzeiger eine große Bedeutung.

Sommer-AdonisröschenUm seltene Ackerwildkräuter zu fördern muss vor allem die Anbauintensität von Feldfrüchten reduziert werden. Der Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel im Ackerbau kann zusammen mit passenden Bodenbedingungen schnell zum Erfolg in der Erhaltung von Ackerwildkräutern führen, wenn im Boden noch Samen vorhanden sind und zum keimen aktiviert werden. Leider gibt es nur noch wenige Standorte, die diese Bedingungen erfüllen.

Der Landschaftspflegeverband unterstützt durch die Kooperation mit Landwirten die Erhaltung von heimischen, selten gewordenen Ackerwildkräutern. Durch die sehr guten Kontakte zu den Bewirtschaftern, die oft auch für den LPV in der Landschafspflege tätig sind, können wir leicht eine erfolgreiche Zusammenarbeit beim Artenschutz für Ackerwildkräuter vermitteln. Eine weitere Unterstützung kann durch das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm über die untere Naturschutzbehörde angeboten werden.

Zwei Beispiele für Aktivitäten zum Ackerwildkrautschutz:

Spatzenzunge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Breitblättrige Haftdolde