AckerlandschaftDie Agrarlandschaft als vom Menschen geschaffene und gestaltete Fläche schafft einen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Erst durch die landwirtschaftliche Nutzung werden Äcker und Wiesen sowie deren Randflächen zu Standorten mit hoher Artenvielfalt.
Die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft führt zu weitreichenden Veränderungen in der Agrarlandschaft. Zur leichteren Bearbeitung durch Maschinen werden Flächen zusammengelegt und die Strukturierung durch Hecken oder Ackerränder verschwindet.

 

Im Anbau konzentriert man sich auf nur noch wenige Feldfrüchte und immer mehr Gründlandflächen verschwinden zugunsten von Äckern. Durch den Verlust der Strukturvielfalt gehen zahlreiche Lebensräume und ökologische Nischen für Feldflurbewohner wie Feldhamster, Kiebitz, Goldammer und Rebhuhn verloren. Mit der Diversität der Lebensräume geht also auch die Artenvielfalt zurück. Durch die gesteigerte Ernterate wird zudem das Nahrungsangebot knapp und Veränderungen der Bewirtschaftungsmethoden werden Feldflurbewohnern zum Verhängnis. Dazu gehören beispielsweise der frühzeitige Stoppelfeldumbruch, der Tieren Möglichkeiten zur Deckung nimmt sowie der zunehmende Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. Letzterer macht nicht nur Tieren und Pflanzen zu schaffen, sondern kann auch den Boden und das Grundwasser belasten.
Im Gegensatz dazu kann das Brachfallen von ehemals landwirtschaftlichen genutzten Flächen eine Chance bieten, wertvolle Lebensräume zu schaffen.
Der Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Strukturelemente sowie eine Rückkehr zur bedarfsgerechten Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen und weitere Projekte zum Schutz der Agrarlandschaft und ihrer Bewohner sind notwendig, um den Folgen der intensiven Bewirtschaftung entgegen zu wirken.
Der Landschaftspflegeverband versucht durch seine Aktivitäten vor allem einen Einklang zwischen vielfältigen Strukturangeboten und der intensiven Landwirtschaft zu schaffen.