TrockenrasenTrockenstandorte gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas und sind durch magere und trockene Böden gekennzeichnet. Meist findet man sie an Hängen, auf denen der Niederschlag schnell verdunstet oder versickert.
Pflanzen, die hier gedeihen, müssen an diesen Lebensraum angepasst sein, um den extremen Bedingungen standzuhalten. Zwar könnten sie teils auch auf günstigeren Böden existieren, werden aber von konkurrenzstärkeren Arten verdrängt. Die charakteristisch lückenhafte Vegetationsdecke des Trockenrasens bietet wiederum der hier heimischen wärmeliebenden und ebenfalls hochspezialisierten Fauna einen Lebensraum.

Niedermoor bei WürzburgFeuchtstandorte sind vielseitig, haben aber die ständige, bis zu den Wurzeln der Vegetation reichende Wasserversorgung gemeinsam.
Diese Eigenschaft macht  Feuchtstandorte zu einer Art Wasserspeicher der Umgebung. Außerdem bieten sie als Übergangszone zwischen Nässe und Trockenheit einer artenreichen, an Nässe angepassten Flora und Fauna ein Habitat. Durch den Wandel der Landwirtschaft verarmt die Artenausstattung zunehmend, da wichtige Lebensräume in Vergessenheit geraten und zerstört werden, darunter Feuchtwiesen, Moore und Auen.

 

WaldrandDer Waldrand als Übergang vom Wald zur umgebenden Landschaft ist ein ebenso vielfältiges wie ökologisch bedeutsames Biotop. Durch seinen lichten Charakter bietet er einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt einen einzigartigen Lebensraum. Gerade wärme- und lichtliebende Arten finden hier einen idealen Standort, auf dessen Erhalt sie angewiesen sind. Unter den Bewohnern des lichten Waldrands sind auch viele Nützlinge des Offenlands, die den schmalen Übergangsbereich zum Wald als Nistplatz und Refugium nutzen.

 

FließgewässerGewässer wie Seen oder Flüsse dienen nicht nur der Erholung des Menschen, sondern bieten auch Tieren und Pflanzen einzigartige Bedingungen zum Leben, Brüten und für die Nahrungssuche. Der Schutz und die Pflege dieser Lebensräume sind von entscheidender Bedeutung und erfordern aufwendige Maßnahmen.

 

 

AckerlandschaftDie Agrarlandschaft als vom Menschen geschaffene und gestaltete Fläche schafft einen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Erst durch die landwirtschaftliche Nutzung werden Äcker und Wiesen sowie deren Randflächen zu Standorten mit hoher Artenvielfalt.
Die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft führt zu weitreichenden Veränderungen in der Agrarlandschaft. Zur leichteren Bearbeitung durch Maschinen werden Flächen zusammengelegt und die Strukturierung durch Hecken oder Ackerränder verschwindet.

 

Hecken in der LandschaftHecken verschönern nicht nur die Landschaft, sondern dienen auch landwirtschaftlichen Flächen als Wind- und Erosionsschutz. Außerdem verbinden sie verschiedene Lebensräume miteinander und bieten einer artenreichen Tier-  und Pflanzenwelt einen Raum zum Leben.
Die Vorteile für die Tiere und Pflanzen sind so vielfältig wie die Hecken selbst, denn sie bieten nicht nur Nahrung und Schutz, sondern schaffen auch wertvolle Brutplätze für die verschiedensten Arten.